Mörtelmaler Hans Wiedeschitz
Der mit dem Mörtel malt

„Der mit dem Mörtel malt“

Mörtelmaler Hans Wiedeschitz1948 in Deutschkreutz, im Mittelburgenland geboren. Begonnen als Maurerlehrling, zuletzt Bauleiter bei Porr in Österreich, Deutschland, Polen und Italien. Heirat mit Marianne aus Raiding. Sie wohnen nach Wien und Brunn/Gebirge ab 1999 wieder im Burgenland, im Liszt-Geburtsort Raiding.

Persönliche Wende: vom Maurer zum Maler

Zurück zu den Wurzeln. Das bringt eine Umkehr der Prioritäten. Stress ade, die kreative Be-schäftigung beginnt. Mußestunden bei der Malerei, statt Überstunden auf den Baustellen. Aber seinem „Lebenssaft“, dem Mörtel, bleibt er treu. Ein eigens – nach vielem Experimen-tieren bezüglich Haftung – entwickelter Künstler-Mörtel ist die Basis für seine Werke. Es ist ein modifizierter, mit Erdfarben eingefärbter Mörtel. In Experimenten testet er Sand aus aller Welt. Ein Geheimnis bleibt: die Rezeptur des Künstlermörtels.

Lebenssaft Mörtel

Die Motive für seine Mörtelbilder holt sich Hans Wiedeschitz aus seinem Beruf, aus Gegen-ständen des Alltags, aus der Natur, von den Menschen sowie aus Eingebungen und inneren Regungen. Als Untergrund wählt er Leinen, Holz oder Styropor. Und er arbeitet auch groß-flächig. Beim Mörtel greift er zu Quarz-Sand aus Unterfrauenhaid, je nach Thema mit unglei-cher Körnung. Die Farbtöne, denen er eine überhöhte Funktion gibt, erschafft Hans Wiede-schitz mit viel Liebe selbst. Seine Mörtelfarben sind einmalige Zusammensetzungen. Und bei der Umsetzung wendet er verschiedene Techniken an. Er malt und modelliert, reibt und schüttet, fliest und wirft, spachtelt und spritzt. Der besondere Reiz bleibt die Herstellung des Mörtels und das rasche Arbeiten damit. Die Risse beim Schwindmörtel werden zu Charak-terzügen. Das Material ist Botschaft.

Erster „Mörtelmaler“

Hans Wiedeschitz ist der erste, der mit Mörtel malt. Und es ist ihm auch vom Patentamt offiziell bescheinigt, der einzige namentliche „Mörtelmaler“ zu sein. Als Autodidakt arbeitet er an der Verbesserung seiner Techniken und seiner kreativen Zugänge. Hans Wiedeschitz stellt seine Werke 2005 erstmals öffentlich aus, im Schüttkasten Mannersdorf. Dann folgen Ausstellungen in der MUBA in Neutal, im Schloss Lackenbach, in der eigenen Galerie „Kunst am Zug“ in Neckenmarkt, im Luftgrobn Buchschachen, im Kulturhaus Purbach, auf der Burg Lockenhaus, in der Galerie „Kunst-Reich“ in Bad Tatzmannsdorf, in der Spa Therme Laa an der Thaya, in der St. Martins Therme in Frauenkirchen, auf der Baumesse Wien und Oberwart, im Schloss Tabor, im Kunst Café in Stegersbach, im Vinatrium Deutschkreutz, im Büro des LH Stv. Franz Steindl, in der Bauakademie Steyregg, der Erfindermesse in St.Pölten und bei verschiedenen Top-Winzern in Deutschkreutz, Horitschon und Neckenmarkt.

Download: Hans Wiedeschitz Biografie

10 Jahre Mörtelmaler

MoertelEinladung

Ein gelungenes Jubiläum und gute besuchte Tage der offenen Tür in der Galerie Kunst am Zug in Neckenmarkt. Bilder des Events und einen kurzen Bericht können Sie auf der Homepage des Bezirksblattes lesen.

Wie alles begann